Nach der Revolution wandelte Rathenau das Schloss Freienwalde 1919 in eine von ihm gegründete Stiftung um und verkaufte es der 1919 gegründeten  Rathenau-Stift GmbH , mit zunächst zwei und schließlich einem einziger Anteilseigner, nämlich Rathenau selbst. Nach seinem Tod 1922 fiel der Besitz des Schlosses an seine Mutter Mathilde Rathenau und nach deren Tod 1926 an Rathenaus vier Nichten, die ihre Stiftsanteile schenkungsweise dem Kreis Oberbarnim überließen. Diese Schenkung an den Kreis, der fortan als alleiniger Gesellschafter die Stift GmbH weiterführte, erfolgte unter der Auflage, das Anwesen weder ganz noch in Teilen zu veräußern, es als Ausdruck altpreußischer Landbaukunst im Sinne Rathenaus zu erhalten und im Schloß eine Erinnerungsstätte an Rathenau zu schaffen. 1933 wurde das Andenken an Rathenau im Schloß von den neuen Machthabern erst getilgt. 1934 tagte die letzte Gesellschafterversammlung bei der satzungsgemäß der Auflösungstermin für das Jahr 1939 festgesetzt wurde. 1939 wurde die Walther Rathenau Stift GmbH aufgelöst.


1991 wurde sie Walther Rathenau Stift gemeinützige GmbH neu gegründet, Anteilseigner sind zu jeweils 50% die Walther Rathenau Gesellschaft e.V. und der Landkreis Märkisch Oderland. Seit dem 29. September 1991 betreibt das Stift die Walther Rathenau Gedenkstätte in den Räumen des Schlosses Freienwalde. Wachsender Resonanz und überregionaler Aufmerksamkeit erfreuen sich die Rathenau-Tage, die das Stift  in gewissen Zeitabständen  durchführt.